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{ UPDATE } Erdbeben, Tsunamiwellen, Sturm und Überschwemmung

Mittwoch, 16. November 2016


Es ist Mittwoch, draußen scheint zwischen einer dicken Wolkendecke ab und an die Sonne hindurch. Der Wind weht immernoch sehr stark, was für die Menschen hier in Wellington allerdings zum Alltag gehört. Ich weiß nicht ob ich mich mittlerweile sicher fühle oder was ich überhaupt fühle. In der Nacht des 14. Novembers, haben zwei Erdbeben der Stärke 7,9 und 6,6, die bisher über 1000 Nachbeben mit sich zogen, Städte zerstört, Menschen von der Zivilisation isoliert, Landmassen eingerissen und für eine Menge Chaos gesorgt Zwei Menschen sind währenddessen ums Leben gekommen. Hier in Wellington kam das Beben, welches in der Nähe von Kaikoura, gefolgt von einem weiteren Nähe Seddon, entstand, Nachts mit einer Stärke von 6,5 an. Die Nachbeben folgten im Minutentakt und einige davon sind auch jetzt am 3. Tag noch spürbar. Es heißt wir müssten mindestens noch 3 Monate mit weiteren Nachbeben rechnen. Teile der Küstenregion Wellingtons und Umgebung wurden aufgrund der Tsunamiwarnung evakuirt. Ich, leicht erkältet und im halbschlaf befindend, habe mich gefragt wieso ich einfach nicht schlafen kann, hin und her welzend in meinem Bett, begann plötzlich alles zu wackeln und das nicht gerade wenig. Aber wisst ihr was? Ich dachte tatsächlich das wäre ein Traum, ich hab garnicht realisiert was da gerade eigentlich passiert. Nun gut, also wieder halb weitergeschlafen. Als ich am nächsten Morgen viel zu früh wach war und ins Wohnzimmer gestapft bin, mich wundernd wieso auch meine Gastfamilie schon so früh wach ist, fragte meine Gastmum ob es mir gut geht, ich schon mit meinen Eltern gesprochen habe und ob ich Angst hätte. Ein Blick auf mein Handy, zeigte mir dass das wohl doch kein Traum war, denn mein Bildschirm war überseht von Nachrichten, sogar von Menschen von denen man es garnicht erwartet hätte, alle besorgt um mein Wohlbefinden und die Lage. Als dann plötzlich wieder die Erde zu beben begann, wurde mir klar wie ernst die Situation eigentlich ist. So ging es den ganzen Tag, ein Nachbeben nach dem anderen und einige davon waren nicht ohne und viele erreichten eine Stärke von 5. Den Tag verbrachten wir zu Hause und die darauffolgende Nacht fiel es mir wieder schwer einzuschlafen, denn draußen begann sich die nächste Naturkatastrophe anzubahnen, denn es stürmte heftig und es regnete in Ströhmen. Ich habe noch nie so viel Wasser vom Himmel kommen sehen, die Fenster haben gepfiffen und der Regen prasselte laut gegen das Glas. Am nächsten Morgen herrschte Ausnahmezustand, beinahe alle Regionen unterhalb unseres kleinen Hügels waren überschwemmt, am Highway stand das Wasser knietief, Flüsse liefen über und überall herrschte Chaos. Als hätte das Erdbeben nicht schon genug Zerstörung angerichtet, mussten die Menschen hier nun auch mit unmengen an Wasser auf den Straßen kämpfen. Erdrutsche versperrten die Straßen nach unten, vor dem Haus unserer Nachbarn ist ein Baum auf die Straße gefallen und wir mussten so noch einen weiteren Tag zu Hause verbringen. Allerdings können wir uns wirklich glücklich schätzen , dass uns das Alles nicht so stark getroffen hat und wir die Tage sicher in unserem warmen Haus mit Trinkwasser und genügend Essen verbracht haben, denn viele Menschen steckten irgendwo fest, fern von zu Hause und wussten nicht wohin. In Kaikoura und weiteren Teilen der Südinsel ist der Schaden sogar noch weitaus größer. Ich hoffe dass ich so etwas nie wieder Erleben muss und bin gespannt wie es nun weitergeht und bete für die Menschen, die es schlimmer erwischt hat, als uns!

Bilder via Wellington LIVE - Facebook

Kommentare :

  1. Oh Gott. Ich hätte sicherlich auch gedacht es wäre nur ein Traum im ersten Moment. Ich wünsche niemanden eine solche Erfahrung, leider kann man so Sachen nicht direkt verhindern. & das ist nun komplett am Thema vorbei, aber wurde dir mal gesagt was für einen tollen Schreibstil du hast? c:

    x, Meltem / riechanderfreiheit.blogspot.de

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  2. Krass.
    Das ist echt mal ein Erlebnis. Wahnsinn,
    wie viele Erfahrungen du in deiner Zeit dort machst.

    Ich bin froh, dass dir nichts passiert ist.
    Gegen Naturgewalten kann man so wenig ausrichten.

    Alles Liebe, May von Mayanamo

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  3. Das ist echt heftig. Das nenne ich mal ein Erlebnis, ein Glück hast du alles unbeschadet überstanden :)
    Ich fand's übrigens auch toll zu lesen. Ist wirklich gut geschrieben :)

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  4. Oh mann, gleich mehrere Katastrophen hintereinander - das muss ja echt niemand haben! Zum Glück geht es dir und deiner Gastfamilie gut. Ich habe bisher weder ein Erdbeben, noch eine richtige Flut erlebt und irgendwie kann man sich dabei ja glücklich schätzen...

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  5. Angesichts deiner Schilderungen muten das Knapp-5-Erdbeben (ich habe damals vorher auch nicht schlafen können...) und die Rhein-Hochwasser in Neuss in meiner Kindheit geradezu nichtig an (vor allem ist da nie mehr als ein Naturereignis zugleich passiert!). Auch während meiner Reisen in Erdbeben-Risiko-Gebiete (Tokyo, San Francisco, Italien...) hatte ich bislang das Glück, nie einem verheerenden oder auch nur spürbaren Beben zu begegnen.

    Aber das wichtigste ist, dass es dir und deiner Gastfamilie gut geht. Ich wünsche dir noch eine tolle weitere Reise...Neuseeland ist auch noch so ein Träumchen von meinem Lebensgefährten und mir..:).

    Liebe Grüsse,
    Kathi

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  6. Tut mir unglaublich leid was da passiert ist.. ich hoffe es geht allen gut!

    Dein Blog begeistert mich wirklich - folge dir jetzt!

    Liebe Grüße
    Jana
    http://she-believesinfairytales.blogspot.de/

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  7. Es ist so schlimm was gerade mit der Welt passiert. Und das meiste bekommt man hier nichtmal mit, weil alle nur noch über Trump schimpfen... Ich wünsche euch alles gute!

    Ganz liebe Grüße,
    Janika

    Yanikas Blog

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